Keramik
Ihr Werk reicht von Entwürfen für Gebrauchskeramik bis zu eigenständigen Plastiken. Die Herkunft aus einer Töpferfamilie bleibt ein wichtiger Bezugspunkt.
Keramik erleben e.V.MUSEUM AM ALTEN KANNENOFENFRANZISKA LENZ-GERHARZ · 1922–2010
Eine Westerwälder Töpfertradition. Ein eigenständiger künstlerischer Lebensweg. Und eine Ausstellung, die beides am Herkunftsort zusammenführte.
HANDWERK ALS ANFANG
Franziska Lenz-Gerharz wurde am 16. Februar 1922 in Ransbach geboren und starb am 7. Juli 2010 in Frankfurt am Main. Ihre ersten Erfahrungen mit Ton sammelte sie in der Töpferei Gerharz & Manns.
Ihr Weg führte vom erlernten Handwerk zur freien Bildhauerei. In diesem Lebensweg lässt sich eine Verbindung von Herkunft und künstlerischer Eigenständigkeit erkennen: Die vertraute Arbeit am Material wurde zum Ausgangspunkt neuer Ausdrucksformen.
Diese Verbindung ist die redaktionelle Perspektive dieses Porträts; die Lebensstationen sind in den unten verlinkten Quellen dokumentiert.
VOM TÖPFERHANDWERK ZUR BILDHAUEREI
In der Töpferfamilie Gerharz & Manns erlernte sie das Handwerk, das ihre künstlerische Entwicklung begründete.
1947 legte sie die Meisterprüfung ab und unterrichtete anschließend zeitweise Keramik. Alfred Kamp vermittelte ein Praktikum bei Karl Lösche in Dießen am Ammersee.
Von 1948 bis 1951 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste. Die handwerkliche Ausbildung erhielt eine neue künstlerische Richtung.
Ein Studiensemester führte sie zu Ossip Zadkine an die Académie de la Grande Chaumière in Paris. München wird ebenfalls als Ausbildungsstation genannt. Paris war eine Studienstation; ein dauerhafter Wohnsitz wird hier nicht behauptet.
In Frankfurt lebte und arbeitete sie als freischaffende Bildhauerin. Ihre Kunst begegnet Menschen auch außerhalb von Museen.
MATERIAL, MENSCH UND AUSDRUCK
Ihr Werk reicht von Entwürfen für Gebrauchskeramik bis zu eigenständigen Plastiken. Die Herkunft aus einer Töpferfamilie bleibt ein wichtiger Bezugspunkt.
Die Ausstellung in Ransbach-Baumbach zeigte auch Arbeiten aus Holz und Bronze. Unterschiedliche Materialien machen die Spannweite ihres Schaffens sichtbar.
Menschliche Figuren und christliche Motive gehören zu ihren wiederkehrenden Themen. Ihre Arbeiten finden sich in kirchlichen Räumen und im öffentlichen Raum.
EIN KONKRETES WERK
An der Hauptwache werden Figuren aus Heinrich Hoffmanns Kinderbuch zu einer plastischen Erzählung. Die Figuren bestehen aus Bronze; das Werk gehört der Stadt Frankfurt.
Werkbeschreibung der Stadt Frankfurt ↗DIE AUSSTELLUNG IM ALTEN KANNENOFEN · RÜCKBLICK 2022/23
Zum 100. Geburtstag widmete Keramik Erleben der Künstlerin ihre erste Werkschau im Geburtsort.
Die Eröffnung der Ausstellung stand im Zusammenhang mit der Übergabe des neuen Museumsanbaus an den Verein. Auch Dorothee Lenz, die Tochter der Künstlerin, reiste aus Frankfurt an.
Eine Schenkung und Leihgaben machten unterschiedliche Schaffensbereiche zugänglich. So verband sich der neue Museumsort mit einem Lebenswerk, dessen Ausgangspunkt in der örtlichen Töpfertradition lag.
28. September 2022: Für diesen Tag wurde die Eröffnung angekündigt. Ein Vereinsbeitrag im Oktober bestätigt, dass Werke seit dem 28. September gezeigt wurden.
Ab 27. November 2022: Der Verein kündigte ausdrücklich eine Folgeausstellung mit Leihgaben aus Familien- und Privatbesitz sowie aus dem Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen an.
Bis 12. Februar 2023: Dieses Enddatum nennt der Rückblick von Interbau-Blink für den am 27. November begonnenen Zeitraum.
Die Daten beschreiben somit unterschiedliche Abschnitte. Sie werden nicht zu einer ungeprüften, durchgehenden Laufzeit zusammengezogen.
DIE GESCHICHTE WEITERLESEN
Die Beschäftigung mit Franziska Lenz-Gerharz geht über die Ausstellung hinaus.
In seiner Mitteilung im Kannenbäcker-Boten 48/2025 nennt der Verein ein im Oktober 2025 erschienenes Buch zur zweiteiligen Ausstellung. Damals wurde es im Museum und in der „Bücherkiste“ in Ransbach-Baumbach angeboten. Die heutige Verfügbarkeit und den Preis erfahren Sie beim Verein.
Zum Buch nachfragen ↗Redaktioneller Prüfstand: 21. Oktober 2026. Die Perspektive „vom Handwerk zur eigenständigen Kunst“ ist eine redaktionelle Einordnung, kein Zitat der Künstlerin.